Sondersitzung mit ExxonMobil zum Fracking
Februar 13, 2013 by Jan · 5 Comments
Die breite Ablehnung der Bergedorfer zur Suche nach Gas aus unkonventionellen Lagerstätten durch ExxonMobil in den Vier- und Marschlanden hat dazu geführt, dass sich ExxonMobil eigenständig gemeldet hat und transparent informieren möchte. Das finde ich gut und wichtig. So fragte Exxon das Präsidium der Bezirksversammlung nach einem Gesprächstermin. Diese wiederum erweiterten den Kreis der Teilnehmer auf die Fraktionsvorsitzenden und schlugen auch gleich einen Termin vor. Das finde ich ebenfals sehr gut, denn sowas wäre vor einigen Jahren noch nicht passiert. Man einigte sich auf den 18.02.2013.
Nun wollte ich aber wissen, ob das nun ein öffentlicher Termin wird – also Mail an das Präsidium:
…..ich darf davon ausgehen, dass wir von einer öffentlichen Sitzung sprechen und nicht hinter verschlossenen Türen zuhören werden. Sofern dies so ist, schlage ich vor in den großen Saal zu wechseln, da sicher viele Zuhörer und Abgeordnete da sein werden….
Die Antwort lies nicht lange auf sich warten und brachte zu Tage, das dem nicht so ist (hatte ich ja nicht anders erwartet). Nun, da aber ja ExxonMobil sich selbst gemeldet hat, habe ich nicht weiter über drei Ecken kommuniziert, sondern den betreffenden Mitarbeiter dort direkt angerufen. Dieser war zwar etwas verwundert, dass ich ihn anrufe, wir hatten dann aber ein sehr aufschlußreiches Gespräch. Trotzdem wird die Sitzung nicht öfentlich sein. Aber ich gehe davon aus, das die Inhalte dies nicht sein werden und es ein Protokoll geben wird.
Genehmigungsunterlagen für Fracking Voruntersuchung in Bergedorf
Februar 6, 2013 by Jan · Leave a Comment
Das Thema Fracking beschäftigt mich ja grade sehr. Nun liegen die Dokumente vor, die ExxonMobil erlauben seit dem 01.01.2013 in den Vier- und Marschlanden in Bergedorf bei Hamburg nach möglichen unkonventionellen Lagerstätten zu suchen. Befristet zunächst auf drei Jahre.
Gut finde ich, das die Hamburger Behörde (die BSU) da klar sagt, dass Fracking in Bergedorf nach deren Meinung ausgeschlossen sei und eine Umweltverträglichkeitsprüfung absolute Pflicht ist. Das das Bergbauamt das nicht kratzt finde ich bedenklich.
Aber lest selbst. Hier die ganzen mir vorliegenden Dateien :
- Aufsuchungsantrag_Vierlande_mit_Schwaerzung
- Stellungnahme_der BSU_mit schwaerzungen
- Bergrechtliche_Erlaubnis des Bergbauamtes
- Stellungnahme_mit_Schwaerzung_ExxonMobil_zu_Antrag_Vierlande
Review: Unser Fracking Antrag in der BV vom Donnerstag
Februar 2, 2013 by Jan · Leave a Comment
Schon im Vorfeld wurde ich von nahezu allen Fraktionen sehr positiv auf unseren Antrag angesprochen. Alle waren der Meinung, dass es durchaus jetzt nötig ist, klar Stellung zu beziehen. Die Bergedorfer Zeitung schreibt heute: “Die Fraktionen in der Bezirksversammlung sind sich einig: Sie wollen Fracking in Bergedorf nicht zulassen”.
Trotzdem haben wir den Antrag vorerst in den Regionalausschuss gegeben. Hintergrund ist, das wir dort einen Referenten geladen haben, der zum Thema sprechen soll. Der wäre nicht mehr nötig, wenn wir vorher schon den Beschluss fassen. Und es macht durchaus Sinn, sich in dem Thema noch ein wenig mehr Wissen anzueignen. Eine Anmerkung noch zu m einen beiden FDP Kollegen: Die lehnen Fracking ebenso ab wie wir/ich, auch wenn das auf Bundesebene bei der FDP bedauerelicherweise nicht so zu sein scheint.
UND: Die Landtagsfraktion der PIRATEN in Schleswig Holstein hat die EU-Kommission eingeschaltet im Streit um Gas-Fracking. (Link Pressebericht). Da geht es um die Umweltverträglichkeitsprüfung, die in Deutschland keine Pflicht ist.
Das Gutachten des Umweltbundesamtes “Umweltauswirkungen von Fracking bei der Aufsuchung und Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten“, sollte man sich zumindest mal grob zu Gemüte führen. Sehr zu empfehlen ist auch der Film Gasland, grade zu sehen bei Arte im Web.
Hier noch der Artikel aus der heutigen Bergedorfer Zeitung: PNG-Datei
Keine Genehmigung für Fracking in Bergedorf
Januar 25, 2013 by Jan · Leave a Comment
Seit einiger Zeit gibt es Anzeichen dafür, dass Unternehmen in Hamburg Bergedorf planen, Mithilfe des hochumstrittenen Fracking Verfahrens nach Gas und Öl zu suchen. Das Umweltamt des Bundes hat in einem sehr umfangreichen Gutachten geschrieben, dass es aktuell keine belastbare Datenbasis gibt und eine Gefährdung nicht auszuschliessen ist. Darum lehnen wir Fracking in jeglicher Form, auch das neue Clean-Farck Verfahren grundsatzlich ab!
Die Bergedorfer CDU hat dazu beantragt, in einer der nächsten Sitzungen des Regionalausschusses Vertreter zu laden, welche über Fracking in Bergedorf berichten sollen. Dieses Vorhaben hat aber leider einen ganz wesentlichen Nachteil. Denn wenn in Bergedorf oder besser Hamburg Fracking zum Einsatz kommt, betrifft es nicht nur die Menschen in den Vier und Marschlanden des Bezirkes Bergedorf, sondern alle Hamburger, sowie Niedersachen und Schleswig Holstein. Außerdem sehen wir hier ein erhebliches Zeitproblem. Denn bis eine solche Anhörung druchgeführt ist, können Anträge auf Voruntersuchungen oder gar Probebohrungen schon lange in Gang gesetzt sein. Es gilt also schnell zu handeln und Zeichen zu setzen, damit Fracking grundsätzlich nicht zum Einsatz kommt.
Dank der Unterstützung unserer Piraten im Kieler Landtag und Gesprächen mit Piraten in Niedersachsen, haben wir dazu für die Januarsitzung der Bezirksversammlung folgenden Antrag gestellt:
Antrag als PDF: XIX_1060 Keine Genehmigung für Fracking in Bergedorf
Beschlussvorschlag:
- Der Bezirk Bergedorf lehnt alle bekannten und künftigen Fracking-Verfahren, sowie die zugehörigen Voruntersuchungen zur Erschließung von unkonventionellen Vorkommen von Erdgas und Erdöl grundsätzlich ab.
- Das Bezirksamt wird beauftragt, in einer öffentlichen Veranstaltung (z.B. Lichtwarkhaus) die Bergedorfer Bürger umfänglich über Fracking aufzuklären. Dazu sind neben den in Bergedorf tätigen Firmen auch Vertreter der Behörden und Umweltorganisationen einzuladen.
- Der Bezirksamtsleiter wird beauftragt, sich dafür einzusetzen, dass
- eine Genehmigungen zur Aufsuchung und Erkundung (inkl. Voruntersuchungen) unkonventioneller Erdgas- und Erdöllagerstätten nicht erteilt wird und alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um Fracking in Bergedorf zu verhindern,
- sichergestellt wird, dass der Schutz des Grundwassers in Bergedorf Vorrang vor allen Erkundungen des Erdreichs hat (dies gilt selbstverständlich auch für unabhängig von der durch Fracking durchgeführten Maßnahmen).
- die betroffenen Bürgerinnen und Bürger rechtzeitig, umfassend und fortwährend über konkrete Aufsuchungs- und Erkundungsvorhaben informiert werden.
Großraum LKW in Bergedorf?
November 25, 2011 by Jan · Leave a Comment
DieLinken haben zur gestrigen Bezirksversammlung die Anfrage XIX/0253 “Giga-Liner auf der A25” beantwortet bekommen. Zusätzlich veröffentlichen sie eine Pressemeldung und so gab heute auch einen passenden Artikel in der Bergedorfer Zeitung (leider noch nicht online).
Es muss an der Stelle erst Mal klargestellt werden, dass es derzeit keinen Begriff für diese LKW gibt. Giga-Liner ist die Produktbezeichnung der Firma Krone Fahrzeugbau. Einige weitere Bezeichnungen sind Lang-LKW, Groß-LKW, EURO-COMBI oder auch Long Combination Vehicle.
Warum Combination? Weil diese Groß LKW immer aus einer Zugmaschine und einem Anhänger bestehen. Dabei haben diese jeweils unterschiedliche Längen. Mal ist der Anhänger lang, mal die Zugmaschine. Es gibt auch Versionen mit zwei Anhängern. Diese erinnern dann schon an die australischen “Road-Train”. Der Anhänger liegt dann auf einem sogenannten Dolly auf, damit dieser separat lenkbar ist. Das hat zur Folge, dass der zwar um 6 Meter längere Gesamtzug dennoch nahezu gleichgut über das bestehende Straßennetz gelenkt werden kann.
Bezogen auf das von den Linken angesprochene Read more
Noch immer Baustelle: Der neue Bahnhofsvorplatz Bergedorf
September 20, 2011 by Jan · Leave a Comment
Noch immer ist der neue Bahnhofsvorplatz vor dem neuen CCB und dem neuen ZOB eine Baustelle. Jetzt begannen zusätzlich noch die Straßenarbeiten auf dem Weidenbaumsweg. Ich persönlich bin da wenig optimistisch, dass die Pflasterarbeiten bis zum ersten Frost abgeschlossen sein werden. Das denken auch die umliegenden Geschäfte, die jeden Tag miterleben (oder besser eher nicht erleben) wie die Arbeiten voranschreiten.
Passanten sind das tägliche Slalomlaufen um die Absperrgitter und den Dreck an den Füßen langsam leid. Vor allem deshalb, weil der Herbst mit unserem typischen Hamburger Schmuddelwetter vor der Tür steht. Und nicht selten steht mal wieder eine Baumaschine im Weg. Auch der neue Bergedorfer ZOB leidet unter diesem Dreck. Schon am ersten Tag fielen die Fahrtreppen aufgrund von Verschmutzung aus.
Viel schlimmer trifft es aber die Ladenbesitzer (Bericht:Bergedorfer Zeitung) um den Platz herum. So lebt der Betreiber des Gemüsemarktes seit Mai mit erheblichen wirtschaftlichen Verlusten. Seit 21 Jahren betreibt er nun schon seinen Markt aber so etwas hat er noch nicht erlebt. Wer kauft schon gerne sandiges Obst und Gemüse.
Zu allem Überfluss kommt auch noch hinzu, dass falsches Material verbaut worden sein soll und die eingesetzte Firma nicht die zügigste zu sein scheint. Subunternehmerketten die nichts mit Bergedorfer Firmen zu tun haben – Warum können hier nicht unsere eigenen Unternehmen tätig sein? Außerdem wurde alles gepflastert. Die Plätze für die geplanten Bäume sind nicht zu sehen. Und es ist für das setzen wohl inzwischen auch schon reichlich spät. Meiner Ansicht nach ein Thema, das wir in der Bezirksversammlung dringend mal auf die Tagesordnung holen müssten.
Hilfe für Bergedorf-Süd gefordert
September 6, 2011 by Jan · Leave a Comment
Gestern nutze ich Gelegenheit auf dem Ausschuss für Sport, Bildung und Schule mit einigen BV-Mitgliedern über Bergedorf-Süd und die erneuten Überschwemmungen zu sprechen.
Auch in der letzten Bezirksversammlung wurde die Frage kurz in einer mündlichen Anfrage der CDU an die Verwaltung gestellt. Die Antworten waren für mich aber nicht ausreichend. Konnten es aber offensichtlich aufgrund der nicht bekannten Sachlage innerhalb der Verwaltung auch nicht sein.
Durch die erneuten Überflutungen am vergangenen Sonntag, und die nunmehr bevorstehende kalte Jahreszeit mit zu erwartenden weiteren Starkregenfällen, sehe ich es als erforderlich an, im Sinne der betroffenen Anwohner im Bereich Bergedorf Süd einzugreifen. Darum habe ich den Vorsitzenden des Stadtplanungsausschusses und die Verwaltung heute Morgen gebeten, kurzfristig zur Sitzung am morgigen Mittwoch des Stadtplanungsausschusses Read more
Bergedorf Süd erneut überflutet
September 5, 2011 by Jan · Leave a Comment
Die Bewohner in Bergedorf Süd und hier vor allem die Anwohner der Straße “Am Pool” waren gestern Abend erneut Opfer des Starkregens. Aber auch um die Bereiche Holtenklinker Straße, Mohnhof und Brookstraße war die Feuerwehr gestern bis spät in die Nacht damit beschäftigt, Keller und Garagen auszupumpen.
Wie die Bergedorfer Zeitung in ihrer morgigen Ausgabe berichten wird, sind die Anwohner nicht mehr bereit, diese ständigen Überschwemmungen hinzunehmen. Eine Anwohnerin erklärte mir heute Morgen bei meiner Besichtigung mit ein wenig Galgenhumor, Sie werde das Bezirksamt bitten, die Straße “Am Pool” umzubenennen in “IM Pool”.
In der Kritik steht Hamburg Wasser, die derzeit ein Siel erneuern und nur eine provisorische Abwasserleitung in Betrieb haben. Hier scheint also offensichtlich das Problem zu liegen, auch Read more
Energiecampus soll nach Bergedorf
Juli 9, 2011 by Jan · Leave a Comment
Beim Stadtplanungsausschuss am Donnerstag ging es gleich zu Beginn um das aktuell stark in Bergedorf diskutierte Thema Windenergie. Auf der Tagesordnung stand das Thema “Energiecampus Bergedorf”. Vorgetragen wurden die Pläne für den an der Autobahn 25 geplanten Forschungsstandort in Curslack (nördlich des Wasserwerkes) durch Professor Werner Beba von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg).
Auf dem Gebiet, dass als Forschungsstandort für Erneuerbare Energien geplant ist, ist neben 5 Windrädern mit bis zu 3 Megawatt und einer Nabenhöhe von 120 Metern, auch eine Biogasanlage geplant. Die Nähe zum neuen Laserzentrum sei gut, erklärte uns der Professor.
Das Thema wurde den Bergedorfern und auch den Abgeordneten und Ausschussmitglieder am Donnerstag erstmals vorgestellt. Bis wir alle Informationen haben und uns ein Gesamtbild für eine Entscheidung machen könne, wird noch viel Zeit vergehen. Vor allem müssen Anwohner und Bergedorfer unbedingt eingebunden werden.
Unser Hamburg Unser Netz: Volksbegehren für die Hamburger Energiewende
Juni 2, 2011 by Jan · Leave a Comment
Die Initiative UNSER HAMBURG – UNSER NETZ startet das Volksbegehren für die vollständige Übernahme der Hamburger Energienetze in die Öffentliche Hand vom 2. bis 22. Juni. Jetzt werden die Netze von den Energiekonzernen Vattenfall und E.on betrieben. Die Initiative argumentiert, dass kommunale Strom-, Fernwärme- und Gasnetze ein zentraler Baustein für eine klimafreundliche, sozial gerechte und demokratisch kontrollierte Energieversorgung aus Erneuerbaren Energien sind. Bürgermeister Olaf Scholz will die Netze größtenteils bei Vattenfall und E.on lassen und die Stadt nur mit einem Minderheitsanteil beteiligen. Für ein erfolgreiches Volksbegehren müssen in den drei Wochen mindestens 75.000 Hamburgerinnen und Hamburger unterschreiben. Vom 2. bis 22. Juni können Sie unterschreiben und selber Unterschriften sammeln. Die Unterschriftenliste und weitere Informationen: www.unser-netz-hamburg.de
UNSER HAMBURG – UNSER NETZ ist ein parteiunabhängige Bündnis aus Umweltverbänden, Bürger- und Verbraucherinitiativen und Kirchen. Die Initiatoren sind Attac Hamburg, BUND Hamburg, Diakonie und Bildung des Ev.-Luth. Kirchenkreises Hamburg-Ost, Initiative Moorburgtrasse stoppen, ROBIN WOOD, Verbraucherzentrale Hamburg.
Kontakt: UNSER HAMBURG – UNSER NETZ, c/o BUND Hamburg, Lange Reihe 29, 20099 Hamburg, Telefon: 040-600 387-17, Fax: 040-600 387-20; info(at)unser-netz-hamburg.de




