Bergedorf Süd erneut überflutet

5. September 2011 von · Kommentar schreiben 

Kartenbild

Die Bewohner in Bergedorf Süd und hier vor allem die Anwohner der Straße “Am Pool” waren gestern Abend erneut Opfer des Starkregens. Aber auch um die Bereiche Holtenklinker Straße, Mohnhof und Brookstraße war die Feuerwehr gestern bis spät in die Nacht damit beschäftigt, Keller und Garagen auszupumpen.

Wie die Bergedorfer Zeitung in ihrer morgigen Ausgabe berichten wird, sind die Anwohner nicht mehr bereit, diese ständigen Überschwemmungen hinzunehmen. Eine Anwohnerin erklärte mir heute Morgen bei meiner Besichtigung mit ein wenig Galgenhumor, Sie werde das Bezirksamt bitten, die Straße “Am Pool” umzubenennen in “IM Pool”.

In der Kritik steht Hamburg Wasser, die derzeit ein Siel erneuern und nur eine provisorische Abwasserleitung in Betrieb haben. Hier scheint also offensichtlich das Problem zu liegen, auch wenn Hamburg Wasser von extrem seltenen Wolkenbrüchen spricht, die sonst nur alle 25 – 50 Jahre vorkommen. Die Häufung der Überschwemmungen spricht aber klar gegen diese Statistik und für eine nicht ausreichende Auslegung der Kapazitäten.

Besonders schlimm und eklig ist an dieser Situation, dass im Bereich Bergedorf Süd das Oberflächenwasser zusammen mit dem Abwasser der Häuser über ein und das selbe Rohr entsorgt werden. Das führt dazu, dass nun schon wiederholt Fäkalien auf die Straßen gespült wurden. Die Folge ist neben einen höchst unangenehmen Gestank auch eine Gefahr für Anwohner und spielende Kinder.

In der letzten Bezirksversammlung hatte Herr Aue von der CDU in einer mündlichen Anfrage das Problem richtigerweise zur Sprache gebracht. Das Thema wurde aber wie beschrieben mit den laufenden Sielarbeiten und nicht normalen Starkregenfällen begründet. Es wird sich legen wenn das Siel fertig ist.

Das mag man glauben, doch sicher ist, das die Intensität von Witterungslagen zugenommen hat und der Verweis auf 50 Jahre alte Statistiken, schon allein mit den Wassermassen aus  diesem Jahr, hinfällig ist.

Das Problem ist sicher noch nicht abschließend von der Politik behandelt und wird in den kommenden Tagen und Wochen weiter Thema sein und bleiben. Ob Hamburg Wasser hier wirklich hauptverantwortlich ist oder man hier einer Verkettung von unglücklichen Umständen hat, gilt es zu klären.  Ich werde heute Abend (Kulturausschuss) und spätestens auf dem Stadtplanungsausschuss am Mittwoch, dazu Fragen stellen.

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